Berufung

Es war das ganz große Glück. Endlich machte alles Sinn, die ersten Monate ein einziger Rausch.

Für dich würde ich überall hingehen, wenn ich dich verliere, verliere ich alles. Bis dass der Tod uns scheidet, da war er sicher. Eigentlich sogar, das hier ist stärker als der Tod, das ist für immer. Ich kenne dich besser als mich selbst,dachte er und irrte.

Sie war auch noch ganz anders. Tat, was er nicht verstand, unterließ, was er sich so  wünschte, alles wurde schwierig. Was soll das? Ich liebe dich, aber ich kenne dich nicht. Was lässt du da eigentlich mit dir machen?!! So kann ich nicht zu dir stehen, der Preis ist zu hoch.

Er kehrte zurück in sein altes Leben, aber irgendwie klappte nichts mehr. Das, was mit ihr gut und schön gewesen war, war jetzt zwar immer noch richtig, aber nur noch langweilig. Was brachte es.

Plötzlich stand sie wieder da, brachte Frühstück mit, er sah sie an, mit anderen Augen. Er staunte, sie faszinierte ihn immer noch.

Wollen wir ein bisschen spazieren gehen?

Sie liefen ein Stück.

Liebst du mich noch, fragte sie.

Er erschrak. Ein schüchternes Ja.

Ich brauche dich, sagte sie. Liebst du mich auch jetzt noch genug?

Ja. Er war selbst erstaunt, aber es stimmte.

Es wird nie wieder so sein wie vorher, das weißt du? Kannst du mich auch so lieben?

Ja, das will ich.

Dann weide meine Lämmer. (Joh21)

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